Konzept

Vision

Eine Kultur des Friedens fördern: in uns, im Quartier, in der Welt

Mission

  • Führen eines Zen Zentrums als Ort spiritueller Heimat
  • Raum schaffen für die Begegnung und den Dialog verschiedener Kulturen
  • Aus der inneren Mitte leben und Welt mitgestalten

Internationale Sangha Offener Kreis (ISOK)

Die Internationale Sangha Offener Kreis ist eine Laienorganisation innerhalb der White Plum Asangha, einer internationalen Zen-LehrerInnen Vereinigung, die auf Maezumi Roshi, den Gründer des Zen Zentrums in Los Angeles zurückgeht. Sie wird von der Zen Meisterin Dr. Anna Myoan Gamma geleitet. Die alle Mitglieder verbindende Praxis über nationale und kulturelle Grenzen hinweg ist Zazen, das Sitzen in Stille, in geistiger Sammlung und Versunkenheit. Die Sangha ist international geworden, einerseits durch SchülerInnen aus verschiedenen Ländern Europas und aus Afrika, andererseits durch Zendos Offener Kreis in Deutschland und Bosnien. Die lange Zen-Buddhistische Tradition wurde in der Vergangenheit primär von monastisch lebenden, klerikalen Männern geprägt. In Dankbarkeit und Würdigung dieser Tradition, widmet sich die Schulung in der ISOK zudem der Erforschung weiblicher Aspekte auf dem Weg des Zen. Das heisst:

  • Die hierarchisch, patriarchale Strukturierung der Sangha wird ergänzt durch demokratischere Organisationsformen, in denen Partnerschaftlichkeit eingeübt werden kann. Schritte auf diesem Weg sind die Ernennung einzelner Zen SchülerInnen zu HüterIn der Sangha, HüterIn des Dharma und Zen AsisstenzlehrerIn.
  • Im Teisho und Zen-Gesprächen werden neue Schulungsformen experimentiert, in denen die Weisheit der Vielen zum Tragen kommt. Die uneingeschränkte Autorität der Lehrenden wird dadurch unmittelbar transformiert.
  • Formelle Zen-SchülerInnen haben die Bereitschaft, neben der spirituellen Entwicklung auch ihre Persönlichkeit bzw. ihre Selbst- und Sozialkompetenz zu schulen und werden ermutigt parallel eine psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Neben den traditionellen Koan aus den berühmten Sammlungen chinesischer und japanischer Meister, werden auch Frauen-Koan in die Schulung aufgenommen, die neue Schwerpunkte setzen wie Körperlichkeit, das eigene Leben als Koan und die Partnerschaft von Mann und Frau in Kommunikation und Struktur.

Ziel ist das Erwachen aus der Illusion der Getrenntheit, um dem Leben in all seinen Formen zu dienen.

Spirituelle Wohngemeinschaft

Die spirituelle Wohngemeinschaft bildet den Kern des Offenen Kreises und steht so für Kontinuität. Es ist uns ein Anliegen, mit der eigenen Lebensgestaltung „das Feuer zu hüten“ und den Ort so zu gestalten, dass er anderen spirituell und emotional Heimat geben kann. Dazu pflegen wir miteinander die tägliche Schweigemeditation im Stil des Zen, den wöchentlichen spirituellen Austausch sowie Gastfreundschaft.

Für den Lebensunterhalt sorgt jede und jeder selbst. Aufgaben und Verantwortung werden partnerschaftlich geteilt. Gemeinschaft und Eigenständigkeit sind uns gleichermassen wichtig.

Wir suchen eine/n MitbewohnerIn. Sind Sie interessiert, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Mitleben

Die Wohngemeinschaft hat transparente Grenzen, d.h. Wechsel und fliessende Übergänge sind möglich: Mitglieder, die die Kontinuität durchtragen, insbesondere in der gemeinsamen Meditation und Lebensführung; Mitglieder, die sich aus persönlichen oder beruflichen Gründen nur partiell beteiligen können, aber zur Grundidee in Resonanz stehen und bereits einen spirituellen Weg gehen; Menschen, die für längere oder kurze Zeit als Gast kommen, Zugehörigkeit suchen oder eine Zeit der Stille für sich gestalten möchten. Psychische Gesundheit ist Voraussetzung.

Sind Sie interessiert, so nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen, was Sie zu uns führt und welche Erwartungen Sie mitbringen.