Zen Praxiswoche

von GastautorIn (Kommentare: 0)

Es ist meine zweite Praxiswoche und ich freue mich bereits auf ein nächstes Mal, denn ich bin ein grosser Fan von diesem Angebot.

Da ist der Rhythmus, das gemeinsame Meditieren oder persönliche Innehalten im Zendo wechselt sich ab mit dem Arbeiten im Haushalt oder an eigenen Projekten, bei mir beispielsweise das Nähen eines Rakusu. Dieser Rhythmus ist sehr wohltuend. In der Stille konnte ich immer wieder alles loslassen, zur Ruhe kommen und aus dieser Stille wieder zurück gehen an meine Aufgaben. Es entsteht ein einziger Fluss von Üben in der Stille und Üben im Alltag und wieder Üben in der Stille und wieder Üben im Alltag.

Ein schönes Erlebnis waren auch die gemeinsamen Essenszeiten. Nach der Meditation am Morgen haben wir beim Frühstück geschwiegen. Es war angenehm, die Stille der Nacht langsam in Worte kommen zu lassen. Mir hat es geholfen, gesammelt in den Tag zu starten.

Während dem Mittag- und Abendessen ist dann gesprochen worden. Es war oft eine heitere Stimmung. Ich freute mich, so manche Geschichte aus dem Leben der anderen zu hören und die Menschen um mich nochmals von einer ganz anderen Seite kennenzulernen.

Am Abend hatten wir immer eine Austauschrunde darüber, was uns gerade bewegt. Das Mitteilen und Anteil nehmen hat zwischen uns ein Feld bereitet, das tief miteinander verbindet und in die Welt wirkt: Üben, üben, üben auf dem Kissen, im Leben!   

Ich möchte der Zen-Wohngemeinschaft ganz herzlich für die offenen Türen und Herzen danken, die eine Praxiswoche erst möglich machen. Und ich möchte danken, dass ihr achtsam und liebevoll zum Zendo schaut, während wir nicht vor Ort sind.

Ein riesiges Dankeschön an Anna und Gerhard, Bernadette, Maria-Christina.

Claudia Duff

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