Gastaufenthalt in der WG

von Zen Zentrum (Kommentare: 0)

Wer für ein Timeout ein Zimmer mit Aussicht auf einen anregenden Innenhof und mit (Durch)Blick aufs Zendo sucht, wer Lust hat auf Vertiefung, regelmässige Meditationen, auf Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der spirituellen Wohngemeinschaft des ZenZentrums hat, ist hier genau richtig! Die Wohnung liegt in der neuen Überbauung im Tribschen-Quartier in Luzern direkt um die Ecke des Zendos.

Ich suchte einen ruhigen Ort, um mich auf das Verfassen meiner Masterarbeit zu konzentrieren und auf das Sitzen. Beides war möglich und beides konnte ich gut verbinden. Jeden Morgen gab es Meditationen von 06.30 bis 08.00 Uhr und von 19.00 bis 20.00 Uhr mit Ausnahme von Donnerstag. Den Aufenthalt legte ich terminlich so, dass ich an einem „Zazenkai“ und am Kurs „Zen und Frauen“ teilnehmen konnte. So verbrachte ich meine Sommerferien mit Schreiben, Sitzen, Schwimmen im Vierwaldstättersee und immer wieder kurzen Pausen in der Stadt.

Die WG besteht aus vier ständigen Mitgliedern: Anna, Gerhard, Maria-Christina und Bernadette und zwei Gästen, Markus und mir. Unvergessen werden die gemeinsamen Zeiten in der Küche bleiben, wo sich Gerhard mit grosser Regelmässigkeit und Hingabe aufhält. Und kocht und putzt und für Ordnung schaut und für jede und jeden ein gutes, meist humorvolles und aufmunterndes Wort übrig hat. Die Begegnungen und Gespräche mit allen Bewohnenden werden mir in sehr guter Erinnerung bleiben.

Deutlich spürbar war das Commitment der WG für das Zusammenleben. Die Verbindlichkeit untereinander und das gegenseitige Vertrauen empfand ich als sehr hoch. Ich habe es ausserordentlich geschätzt, dass in dieser Wohnform die Offenheit für Gäste so gross ist. Die temporären Gästen wurden aufgenommen wie Bewohnerinnen und Bewohner, wurden akzeptiert und konnten sich einbringen so fest oder so wenig wie sie wünschen. Verbindlich war, was gemeinsam vereinbart wurde. Ich konnte also mitmachen oder mich meinem eigenen Projekt widmen, was ich dann beides getan habe.

Das Engagement der WG widerspiegelt sich auch in der Verbundenheit mit Friedensprojekten vor Ort und in der weiten Welt.

Nach gut zwei Wochen und nach der Teilnahme am Programm des Zenzentrums hatte ich (nach monatelanger Vorarbeit) einen Rohentwurf meiner Arbeit beisammen. Zuhause wäre ich wohl kaum so weit gekommen.

Besonders geschätzt habe ich die Begegnungen mit Anna im Doksan, wo ich wie immer auch mir selber begegnete.

Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft!

Ursula Rätz, Biel/Bienne

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