Bosnien - Tag 7

von Zen Zentrum (Kommentare: 2)

Samstagmorgen. Ausruhen. Ausschlafen, Zmörgele, Schwimmen sind angesagt. Um 11h treffen wir uns zum Austausch. Der gestrige Tag in Sanski Most wühlte Vieles auf, bewegt uns noch. Dankbarkeit steht im Raum. Das Gefühl, einen grossen Moment geteilt zu haben.

Nach dem Mittagessen treffen wir uns um 15h zur Meditation. Wir bereiten den Raum vor für die Einführung in die Zenmeditation. Um 17hr erwarten wir Interessierte aus der Region. Wie es wohl werden wird? Wer wohl kommen wird? Wieviele wagen den Weg zu uns? Wir sind still, spüren die Verbundenheit, die gewachsen ist in diesen Tagen des gemeinsamen Unterwegsseins.

Der Raum ist bereit, wir sind bereit. Und die Menschen kommen. 15 Menschen setzen sich zu uns in die Runde. Sind da. Offen, bereit. Und wir meditieren gemeinsam. Was für ein machtvolles Erlebnis. Miteinander still zu sein. Stille zu finden. Stille zu hören, wie eine Teilnehmerin sagte. Einige haben Widerstände erlebt. Das Bein musste bewegt werden. Eine grosse Müdigkeit stellte sich ein. Andere tankten auf. Genossen die Stille. Der Vortrag von Anna zur Geschichte vom Ochsen und seinem Hirten traf ins Schwarze. So angesprochen zu werden, ganz persönlich gemeint zu sein, tat uns allen gut. Bei einem gemeinsamen Nachtessen wurde schon die Fäden gesponnen, wie die Verbundenheit der Meditationsgruppe in Laktasi mit dem Zendo in Luzern aufrechterhalten und gestärkt werden kann. Wir kommen wieder, sagte Anna. Und wir werden da sein. Bereit, freudig, dankbar.

Helen Jäggi Kosic, Banja Laktasi

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Kommentare

Kommentar von Gion Duno Simeon |

Ich lese mit Spannung und viel Neugier von Euren Begegnungen. Angesichts der unglaublichen Hilflosigkeit gegenüber den Flüchtlingsströmen bekomme ich die Überzeugung, dass was Ihr gerade tut, genau das Passende ist.
Gion Duno Simeon Chur

Kommentar von Alexandra Zvekan |

So habe ich es auf unserer Reise auch erfahren, lieber Gion Duno. Das Bewusstsein um die Flüchtlinge hat mich über die ganze Zeit begleitet. Und über das, was wir in Bosnien getan haben, konnte ich erfahren, dass ich mein Herz für meine Mitmenschen noch mehr öffnen kann. Über Geschlechter-, Landes- und Religionsgrenzen hinweg. Es macht mich hoffnungsvoll, dass wir die anstehenden grossen Probleme gemeinsam liebe- und würdevoll bewältigen werden.

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