Bosnien 2016 - Tag 9

von Zen Zentrum (Kommentare: 1)

Letzter Tag vor der Abreise

Letzter Tag in Laktasi. Den Morgen gestalten wir individuell: wir schlafen ein wenig länger als sonst, dann gehen einige von uns zum orthodoxen Gottesdienst und/oder ein wenig einkaufen. Es ist ein milder, sonniger Morgen. Bald bedeutet es, Abschied zu nehmen von lieb gewonnenen Menschen, von einem Land, das wir nun nicht mehr in die ferne Ecke schieben können, weil wir es gesehen, gerochen, gespürt haben. Ob wir es lieben oder nicht, ist nicht die Frage. Es besteht nun eine Beziehung zwischen uns. Verbindung!
Und Verbindung macht einen wesentlichen Unterschied. Ich bin in meiner Tiefe, in meinem Menschsein verbunden. So kann ich dem Land, den Geschehnisse, den Menschen jetzt schon danken, mir Lehrer zu sein, und mich mit meiner Tiefe zu verbinden.

Am Nachmittag, treffen wir uns zuerst mit der Sangha um Helene auf der Farma Transforma zu einer Trommelreise, die Gerhard leitet. Zwanzig Minuten begleitet uns der rhythmische Schlag der Trommel in eine andere Welt. Erstaunlich, dass die Erfahrungen und Bilder so unterschiedlich sind. Zurück in Laktasi sitzen wir Zazen mit den Leuten aus der Region. In der Austauschrunde berichten sie in grosser Offenheit. Oft geht es um Tränen, die beim Sitzen fliessen, ohne zu wissen warum.
Die anschliessende Einführung in Zazen ist gut besucht. Der Saal ist voll. Es gibt hier ein grosses Bedürfnis nach spiritueller Nahrung. Die Sangha wird bestimmt wachsen, wir freuen uns sehr mit ihnen und für sie. Friedensarbeit beginnt bei jedem Einzelnen, das Land schreit danach.

Wir gehen bald nach Hause, seid aber versichert, liebe Brüder und Schwestern hier, wir sind durch ein unsichtbares Band verbunden, trotz Distanz. Nichts kann diese Verbundenheit aufheben...

Es sind volle Tage, die wir hier erlebten. Es braucht jetzt Zeit, das alles zu integrieren.....
Gute Nacht, schlafet wohl....

Liliane Bebler

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Kommentare

Kommentar von Könitzer Margaretha |

Ja, dieser Faden, diese Verbundenheit zu den Menschen ist es, was das Leben so reich und uns so glücklich macht, da dadurch auch eine tiefe Liebe zu den Menschen entsteht.
Ich wünsche euch eine gute Heimreise.
Danke für die Berichte .

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